
Zum Jahresende ist die Stimmung bei uns selten einheitlich.
Eher so:
alle im selben Raum,
aber mit sehr unterschiedlichen Gefühlen.
🧠
Da ist die Unsicherheit mit den Therapiekosten.
Nicht geklärt.
Nicht gesichert.
Und für mich, für Tanja,
liegt das schwer im Körper.
Nicht als Gedanke,
sondern als Druck.
🌿
Vor ein paar Tagen ist mir schwarz vor Augen geworden.
Dann war da nur noch Asphalt.
Ein Parkplatz.
Und ich bin voll hingebrettert.
Jetzt tun genau diese Stellen weh.
Verdammt weh.
Da, wo der Körper aufgeschlagen ist.
Als Erinnerung.
Nicht nur an den Sturz.
🧠
Fast zu sterben
hängt mir noch nach.
Nicht laut.
Nicht panisch.
Eher wie ein Schatten,
der manchmal kurz neben mir steht.
🛑
Und dann ist da noch das Feuerwerk.
Die Knallerei.
Die Unruhe.
Die Angst davor,
die ich mir nicht schönreden kann.
🌿
Gleichzeitig –
und das gehört genauso dazu –
freuen wir uns.
Auf meine große Tochter.
Auf ihren Freund.
Auf zwei Freunde von den beiden.
Darauf, dass auch die Freundin unserer mittleren Tochter da ist.
Die Wohnung wird voller.
Lebendiger.
Wärmer.
🧠
Ich bin froh,
dass meine Tochter oft nach Hause kommt.
Dass dieses Zurückkommen noch da ist.
Dass nicht alles auseinandergeht.
🌿
In der Gedanken-WG ist Silvester kein Abschluss.
Kein Feuerwerk im Inneren.
Eher ein Nebeneinander.
Angst neben Vorfreude.
Schmerz neben Nähe.
Sorge neben Dankbarkeit.
🧠
Ich hoffe,
dass das nächste Jahr besser läuft.
Nicht perfekt.
Nicht leicht.
Einfach… besser.
Mehr muss es heute nicht sein.
🌿
So stehen wir hier.
Mit all dem.
Kurz vor Mitternacht.
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